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Tagesausflug nach Prora auf Rügen (10.09.2011)

An einem sonnigen Sonnabendmorgen im September startete eine Gruppe von über 20 ausländischen Wissenschaftlern mit ihren Familienmitgliedern und Freunden zu einem Tagesausflug auf die Insel Rügen.

Der vom Welcome Centre gemeinsam mit Dr. Christian Theel vom INP und Frau Dr. Thom vom Landkreis Rügen organisierte Ausflug führte die Gruppe zuerst nach Prora. Dort wurde von einer Mitarbeiterin des „Prora Zentrums“ während einer Führung über die Historie des in der Zeit des Nationalsozialismus geplanten „KdF-Bades Prora“ aufgeklärt und informiert.
Die nur teilweise fertiggestellten Bauten beeindruckten die Ausflügler besonders durch ihre Gesamtlänge von über 4,5 km, denn damit gelten sie zu Recht als steingewordener Ausdruck des Größenwahns der damaligen Zeit.

Ein Teil des zweiten Flügels des Nordabschnittes wurde in den vergangenen Jahren komplett saniert und ausgebaut. Seit Juli diesen Jahres befindet sich dort die nach eigenen Angaben längste Jugendherberge der Welt. Die Gruppe hatte die Möglichkeit, sich bei einem Rundgang davon zu überzeugen, wie sich die ehemals grauen Gebäudeteile in eine moderne vier-Sterne Herberge verwandelt haben.

Nach einem Imbiss ging es unter der Führung von Frau Dr. Thom vom Landkreis Rügen zu Fuß am Strand weiter. Nachdem an den Resten der geplanten Seebrücke eine kurze Pause eingelegt wurde, ging es für fast alle barfuß weiter in Richtung Seebad Binz. Dort angekommen, hatten die Teilnehmer Zeit, den Ort individuell zu erkunden. Es gab an dem Tag zufälligerweise besonders viel zu sehen, denn Binz feierte ein Promenadenfest mit Musik, Verkaufsständen und kulinarischen Köstlichkeiten.

Viel Zeit blieb allerdings nicht, denn nach einem kurzen Fußmarsch zum Bahnhof bestieg die Gruppe die Wagen des „Rasenden Rolands“. Diese Zugfahrt kann getrost als romantischer Teil des Ausflugs betrachtet werden, denn mit der verhältnismäßig langsamen Fahrt durch die leicht hügelige Spätsommerlandschaft Südrügens präsentierte sich Norddeutschland von seiner schönsten Seite.

Die durch die vielen gelaufenen Kilometer erschöpften Teilnehmer nahmen auf dem Rückweg die vielen Zugwechsel an verschiedenen Bahnhöfen klaglos hin, es waren alle froh, am Abend nach Greifswald zurückzukehren.

Alle Teilnehmer waren sich einig, dass in naher Zukunft eine weitere Fahrt in die Greifswalder Umgebung stattfinden sollte. Aus diesem Grund beginnt das Welcome Centre mit der Planung eines Tagesausfluges in die polnische Stadt Stettin, eine der ausländischen Partnerhochschulen der Universität Greifswald.
Am Strand von Prora